Was dich nicht umbringt, macht dich stärker

Der Spruch "Was dich nicht umbringt, macht dich stärker" geht auf den deutschen Philologen und Philosophen Friedrich Nietzsche zurück, der in seinen Werken Ecce Homo, Götzen-Dämmerung und Nachlaß schrieb "Was mich nicht umbringt, macht mich stärker".  Der Umgang mit persönlichen Krisen  und deren Verarbeitung wurde bereits ausführlich in der Alltagsforschung untersucht. Es ist tatsächlich so, persönliche Krisen härten ab und fördern die Widerstandskraft. Auch wenn sich Schicksalsschläge kurzfristig negativ auf das eigene Wohlbefinden auswirken, werden weitere traurige oder schockierende Erlebnisse leichter verarbeitet, insofern der erste Schicksalsschlag den Betroffenen nicht aus der Bahn geworfen hat. 

Viele Menschen haben diesen Spruch bereits in den unterschiedlichsten Situationen verwendet und nicht wenige haben ihn sich zum Lebensmotto gemacht. Dabei wird er nicht nur im deutschsprachigen Raum, sondern auch beispielsweise in Griechenland, Slowenien, Slowakei und Tschechien genutzt.

In der Fachsprache der Verhaltungsforschung wird die psychische Widerstandsfähigkeit mit Resilienz bezeichnet. Personen, die in der Lage sind, aus Stress, Krisen und Schicksalsschlägen etwas Positives für sich zu gewinnen, indem sie durch die Erfahrung von Leid über sich hinauswachsen, sind resilient. Leid akzeptieren und Schmerzgefühle zulassen, um sie später für sich zu nutzen, ist wahre Lebenskunst. Die sieben Eigenschaften Selbstbewusstsein, Kontaktfreunde, Gefühlsstabilität, Optimismus, Handlungskontrolle, Realismus und Analysestärke gelten als die Säulen der Resilienz und als Basis für die Stress- und Krisenbewältigung.

Die Frage "Gehen Menschen wirklich gestärkt aus Lebenskrisen hervor?" kann daher mit "Was dich nicht umbringt, macht dich stärker" beantwortet werden.

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